Unser Engagement gilt den Menschen
2024 war für Concara ein Jahr der Weiterentwicklung. Die ehemalige Verwaltungsratspräsidentin Therese Frösch und ihr Nachfolger Jörg Rohn sprechen über die Zusammenarbeit von Domicil und Spitex Bern, über Herausforderungen in der integrierten Versorgung und über ihre Vision für die Zukunft.
Therese Frösch, welches waren 2024 die wichtigsten Erfolge von Concara?
2024 war von der Umsetzung der Kooperation zwischen Domicil und der Spitex Bern geprägt. Ein zentraler Erfolg war das gemeinsame Servicecenter, das ab Januar alle administrativen Dienste integrierte und so die Zusammenarbeit stärkte. Zudem ermöglichten Workshops in Fachkreisen den Erfahrungsaustausch unter den Mitarbeitenden – etwa zu ambulanten und stationären Demenzangeboten oder zur Positionierung der integrierten Versorgung.
Und wo lagen die grössten Herausforderungen?
Die Ausgestaltung der Kooperation forderte Lösungen und Kompromisse, insbesondere in einem anspruchsvollen gesellschaftlichen und politischen Umfeld. Unterschiedliche Erwartungen an das Tempo der Annäherung der Angebote sowie an die gemeinsame Organisationsstruktur führten zu intensiven Diskussionen. Aus heutiger Sicht halte ich den Entscheid zur Verschlankung der Organisation und zur Stärkung der Führung nach wie vor für zielführend.
Jörg Rohn, welche Ziele verfolgt Concara mit der Strategie der drei Säulen?
Die drei Säulen – Gesamtangebot, Mitarbeitende und Nachhaltigkeit – bilden das Fundament unserer Vision. Wir bieten massgeschneiderte Lösungen für unsere Kundinnen und Kunden, investieren in die Weiterentwicklung unseres Teams und sichern durch nachhaltige Finanzen langfristige Stabilität. Als gemeinnütziges Unternehmen reinvestieren wir unsere Mittel – so können wir unsere Leistungen stetig weiterentwickeln.
Was dürfen die Kundinnen und Kunden erwarten?
Unsere Kundinnen und Kunden dürfen hochwertige Angebote von motivierten und kompetenten Mitarbeitenden erwarten. Wir bieten ihnen genau die Unterstützung, die sie benötigen, und passen unsere Dienstleistungen flexibel an ihre gesundheitlichen Bedürfnisse an. Integrierte Versorgung bedeutet für uns, nahtlose Übergänge zwischen den verschiedenen Versorgungsbereichen wie beispielsweise der ambulanten und stationären Pflege sicherzustellen.
Welche Massnahmen ergreifen Sie zur Förderung der Mitarbeitenden?
Wir setzen auf attraktive Anstellungsbedingungen, vielfältige Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten sowie flexible Karrierepfade. Gleichzeitig fördern wir moderne Führungsstrukturen, die unseren Mitarbeitenden mehr Mitgestaltung ermöglichen. Sie können beispielsweise über Fachausschüsse ihre Ideen einbringen und so aktiv zur Weiterentwicklung unserer Organisation beitragen – was letztlich die Qualität unserer Leistungen stärkt.
Therese Frösch, wie beeinflussen politische Rahmenbedingungen die Ausrichtung von Concara?
Unsere Gesellschaft verändert sich: Selbstbestimmung wird immer wichtiger und viele Menschen bevorzugen Unterstützung in ihrem Zuhause statt stationärer Aufenthalte. Gleichzeitig stehen wir vor grossen Herausforderungen – der Fachkräftemangel nimmt zu, während die öffentlichen Finanzen unter Druck geraten. Um diesen Entwicklungen gerecht zu werden, braucht es innovative Ansätze, flexible Strukturen und digitale Lösungen.
Jörg Rohn, wohin führt die Reise mit Concara?
Concara ist bereits auf einem vielversprechenden Weg. Unser Ziel für die Zukunft ist es, als führende Anbieterin der integrierten Versorgung anerkannt zu werden. Das Wohl und die Lebensqualität der Kundinnen und Kunden stehen dabei im Mittelpunkt. Wir setzen gezielte Massnahmen zur Förderung unserer Mitarbeitenden um und schaffen ein Arbeitsumfeld, das Perspektiven bietet. Kurz gesagt: Bei Concara fühlen sich alle gut aufgehoben – Qualität und Zufriedenheit haben für uns oberste Priorität.
Was motivierte und motiviert Sie persönlich in Ihrer Rolle als VR-Präsident:in?
Mein Engagement galt immer den Menschen – als Sozialarbeiterin, Politikerin und später als Präsidentin von Domicil und der Spitex Bern. Kompetente Unterstützung und gelebte Solidarität standen für mich stets im Mittelpunkt. Die Rolle als VR-Präsidentin von Concara passte daher sehr gut zu mir. Es war mir eine Herzensangelegenheit, dazu beizutragen, dass Menschen in besonderen Lebensphasen die bestmögliche Betreuung erhalten.
Auch mich inspiriert es, gemeinsam mit engagierten Menschen etwas zu bewegen. Besonders bereichernd ist der direkte Austausch mit unseren Mitarbeitenden, die ihre Arbeit mit grosser Überzeugung ausüben – diese Begeisterung steckt an. Gleichzeitig fasziniert es mich, Innovationen voranzutreiben und neue Lösungen zu entwickeln, sei es durch digitale Ansätze oder die enge Zusammenarbeit mit Partnern. Diese Dynamik motiviert mich jeden Tag und es erfüllt mich mit Stolz, Teil von Concara zu sein.